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Theaterautor,
Spielleiter, Turmschreiber
Mit dem Theaterstücke-Schreiben befasst sich Gerhard
Loew seit seinem 25. Lebensjahr. Der Erstling "Da
Hochstandsjosef' wurde Anfang der Siebziger Jahre in der "lberl"-Bühne
uraufgeführt, für die Loew seine ersten zehn
Theaterstücke als deren Hausautor verfasste. Dort
entstand auch die berühmte "Grattleroper",
die mit mehr als 500 Aufführungen fast schon zur Legende
und über die bayerischen Grenzen hinaus, bis ins Hamburger "Ohnesorg
Theater" hinauf, (übersetzt ins Plattdeutsche)
zum vielgespielten Klassiker wurde.
Inzwischen gibt es mehr als vierzig LOEW-Stücke deren
Titel man landesweit auf Plakatankündigungen und Spielpläne
begegnet.
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Viele Jahre
sind vergangen seit der Trennung von der Iberlbühne,
seit der "Grattleroper", seit "Egmating"
und "Passion" woraus dann durch
eine Art Zellteilung ein neues Theater mit anderen
Spielstätten entstand.
Da war für zwanzig Jahre Leutstetten; ein guter Platz
um an der bayerischen Mundartkultur weiter zu wirken. Es
sind dort Stücke entstanden wie "Kinipfingst",
ein kleines uriges Musical um den Kini, lang bevor man
in Füssen die Hollywoodglamourtrommeln schlug.
Es entstanden dort "Der Weihnachter", "D'Sunn
scheint schee", "Kasperltheater", "Wer
ko der ko", "Der Saubohnenplanet" (alle
von Fernsehsendern aufgezeichnet) sowie rund zwei Dutzend
weiterer Volksstücke.
Tempi
passati! Kleine Privattheater können naturgemäß kein
großes Geschäft sein. Ständig misstrauisch
beäugt vom Konsumkommerz, haut irgendwann der Gewinnmaximierungshammer
auf die Kunst. Und die Kunst kann gehen, sofern sie
noch gehen kann.
Angekommen im Holzkirchner Fools-Theater spielen wir wieder frisch auf. Wieder spielen wir
mit neuen Stücken
gegen alles allzu Volkstümelnde und allzu gewollt
Krachlederne an und versuchen Herz und Seele offen
zu halten für ein Volksgut, das kraftbayerisch,
lustig - und bitte auch - "wos Gescheid's" sein
sollte.
In diesem Sinne wünschen wir
Ihnen und uns viele gelungene Vorstellungen.
Gerhard Loew
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