Da
Kini is hi- diese Schreckensmeldung jagte
am Abend des Pfingstmontag des Jahres 1886 über Bayern
und verkündete dem Volk den Tod von König
Ludwig dem Zweiten.
Kinipfingst - ist ein bayerisches
Kammer-Musical, das die tragischen Ereignisse aus
der Sichte des einfachen Volkes, das zu dieser
Zeit in der Nachbarschaft zum Schloß Berg lebte, erzählt.
Kinipfingst - ist aber vor allen
Dingen eine bodenständige, ja haglbuachane Komödie
wie es gar nicht anders sein kann, wenn man die
Derbheit und Treffsicherheit der ländlichen
Sprache im auslaufenden 19. Jahrhundert zugrunde
legt. Die Erotik, die in Wort und Tat auf dem Land
nie an verblümter Verschämtheit litt,
(Oskar-Maria Graf und Georg Queri dürfen als
literarische Kronzeugen bemüht werden) ist
als unverzichtbares Element des Lust-Spiels gegenwärtig.
Ganz ohne volksmythische Spekulation durfte die
Geschichte nicht erzählt werden, aber die
historische Authentizität, soweit sie von
den erzählenden Figuren wahrgenommen werden
konnte, hebt sich von den prospektbayerischen Romantisierungen
vieler aufwändiger Bühnenproduktionen
ab.
Im Stück verteilt, tummeln sich ein Dutzend
Lieder, die in modernen Rhytmen und Instrumentierungen
die Handlungshighlights unterstreichen.
Kinipfingst - ein urwüchsiger
Gegenentwurf zu dem grossen und teueren Rummel
um unsere einzig wirkliche Kultfigur in Bayern.
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