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Mitt’n bei da Nacht - Pressestimmen

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AZ am Wochenende, den 13./14.Oktober 2007 von Gabriella Lorenz


Wenn es zwei Mal klingelt
Gerhard Loews neue Mundart-Komödie
»Mitt’n bei da Nacht«
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Wenn es nachts um vier an der Tür klingelt, steht meist nichts Gutes ins Haus. Diesmal ist’s aber nur der junge Ehemann, der seinen Schlüssel vergessen hat. Er kommt im Kostüm eines Musketiers von einer Maskenball-Probe und muss sich nun den misstrauischen Fragen seiner Frau stellen, wobei jede Antwort ihren Argwohn und ihre Eifersucht nur steigert.
   Gerhard Loew, der Autor der legendären „Grattleroper“, hat sein neues bayerisches Stück „Mitt’n bei da Nacht“ an eine Boulevard-Komödie des Franzosen Georges Feydeau angelehnt. Der beherrschte um 1900 meisterlich die Komik der Missverständnisse und Verwechslungen.
   Wie sich in Loews Inszenierung, die seine Gerhard Loew Bühne im Oberanger Theater spielt, eine Harmlosigkeit zum Zerwürfnis auswächst, grenzt schon an Absurdität.
   Als Ferdinand (Bernd Schmidt) und Yvonne (Michaela Schmöller) endlich zu müde sind zum Weiterstreiten, klingelt es wieder. Und jetzt ist es wirklich ein Unglücksbote: Josef, neuer Hausmeister von Yvonnes reicher, geiziger Mutter, meldet deren Tod. Da geraten die Gefühle in Aufruhr: Yvonne kämpft mit Ohnmacht, Trauer und Tränen, Ferdinand lässt sich von der Aussicht aufs Erbe zu einem bösen Anruf hinreißen.
   Die wahren Komiker aber sind in diesem zweiten Teil die Nebenfiguren: Das wunderbar umständliche, beflissene und leicht stotternde Faktotum Josef (Fredl Helm) und das Dienstmädchen, das schon anfangs immer aus dem Bett gescheucht wurde: Henry Sepulveda spielt mit Fistelstimme eine köstlich skurrile Alte, bauernschlau und gschnappig.
Frisch, lebendig und unterhaltsam – das ist Gerhard Loews Volkstheater.

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